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Angeregt durch eine Kundin, habe ich das Buch 29 Geschenke von Cami Walker gelesen. Das Buch handelt davon, wie Geschenke das Leben positiv verändern können.

Wie das? Cami und Mbali sagen, wenn man 29 Tage lang jeden Tag Jemandem ein Geschenk macht, hat das eine positive Wirkung auf das eigene Leben. Mit Geschenken sind keineswegs nur materielle Dinge gemeint. Es können auch ganz kleine Aufmerksamkeiten sein, so lange sie von Herzen kommen. Cami selbst erhält dadurch wieder Zugang zu Hoffnung und Mut im Umgang mit ihrer  Krankheit. Das Buch ist etwas amerikanisch angehaucht, aber der dahinterliegende Kern fasziniert mich. Daher starte ich heute meine eigenen 29 Tage des Schenkens und werde auf diesem Blog über meine Erfahrungen berichten!

Tag 1: Einkaufswagen schieben & Blumen
Ich habe einer älteren Dame den Einkaufswagen von ihrem Auto zurück zum Supermarkteingang geschoben. Die Geste scheint zunächst belanglos. Der kurze Austausch, das herzliche Danke und das beidseitge Lächeln waren jedoch sehr intensiv und machen Freude auf mehr! Und dann habe ich mir selbst gleich ein Geschenk gemacht: Ich habe Blumen und Kräuter im Garten gepflanzt. Darüber können sich jetzt auch meine Vermieter freuen, die diese ebenfalls im Blick haben 🙂

Für alle, die mehr erfahren möchten: Das Buch könnt ihr hier bestellen (leider nur noch auf Englisch). Inspiriert durch ihre eigenen Erfahrungen, hat Cami eine Onlineplattform ins Leben gerufen. Dort könnt ihr die Geschichten vieler anderer Menschen nachlesen.

Vielleicht habt ihr ja auch Lust, gleich miteinzusteigen. Ich freue mich auf eure Erlebnisse!

Herzliche Grüße,

Eure Katrin Linzbach

Ergänzung am 13.05.13 – 1. Woche voller Erfahrungen

Seit einer Woche widme ich mich dem bewussten schenken und konnte in der Zeit einige interessante Beobachtungen machen, die ich hier gerne mit euch teilen möchte.

Es ist so einfach, Menschen eine Freude zu bereiten. Ich habe einer Reinigungsdame vor einer Toilette 2€ Trinkgeld gegeben. Sie war so unendlich dankbar und glücklich – dieses Strahlen in ihren Augen werde ich so schnell nicht vergessen. Dann habe ich gestern meiner Schwägerin eine Rose geschenkt. Sie war gerade auf der Toilette, als der Kellner des Restaurants die Rosen an unserem Tisch verteilte. Auch hier wieder ein wunderschönes Lächeln. Samstag Abend haben wir von unserer Gastgeberin als Erinnerung an den Abend Magnetherzen geschenkt bekommen. Dies habe ich am Ende des Abends gleich dem freundlichen Kellner weitergegeben – auch hier: Das Lächeln über seine Freude erfreut mich so sehr, dass ich den Abend auch ohne Magnet am Kühlschrank in bester Erinnerung behalten werde.

Ich habe gemerkt, das Schenken bzw. Menschen eine Freude bereiten, für mich bereits Alltag ist.  Nur tue ich dies oft nicht bewusst. Die letzte Woche hat mir mal wieder gezeigt, wie sehr sich das Leben verändert, wenn man Dinge BEWUSST tut! Dieser Funken an Begegnung zwischen 2 Menschen, ist so unendlich bereichernd – das spiegelt sich auch gleich in meiner Ausstrahlung. Völlig unabhängig von meinen Geschenken, habe ich ganz wundervolle Geschenke zurück erhalten! Eine spontane Einladung zum Frühstück, zum Beispiel.

Was ich auch beobachten konnte – viele Menschen tuen sich sehr schwer, Geschenke anzunehmen. Sie fühlen sich dann gleich verpflichtet, etwas zurück zu geben, auch wenn man das überhaupt nicht erwartet. Auch mir fällt es manchmal schwer, Geschenke und Hilfe anzunehmen. Dabei ist gerade dieses bedingungslose Geben so eine Freude für den Schenkenden.

Ich freue mich auf die 2. Woche und werde berichten 🙂