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Silvia Doberenz und ich haben uns vor einige Jahren über Charlotte Börnsen kennengelernt – und waren uns sofort sympathisch. Bewusstsein braucht Raum und Bewusstseinserheiterung passen einfach zusammen – denn genau das, ist Silvias Thema. Silvia ist Yogalehrerin und Kabarettistin und hat ihr eigenes Comedy-Stück geschrieben. Der “Crashkurs in Bewusstseinserheiterung” beleuchtet den Sinn und Unsinn bei der Suche nach spiritueller Erfüllung. Ich durfte einen Abend selbst mit im Publikum sitzen und war beeindruckt. Sie schlüpft in unterschiedliche Rollen, die Klischees über Menschen bedienen, die sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens machen. Doch dabei ist es keineswegs nur oberflächlich. Die ein oder andere Pointe regt zum Nachdenken an – und lädt gleichzeitig dazu ein, dies aus einer humorvollen Perspektive zu tun. Genau mein Ding 🙂

Dankenswerterweise hat sie sich meinen 6 Fragen gestellt und uns damit einen kleinen Einblick in ihr Leben geschenkt.

Silvia, wie startest du morgens in deinen Tag, damit du diesen in vollen Zügen genießen kannst?

Seit ich nicht mehr regelmäßig Bahn fahre, startet mein Tag zum Glück nur ganz selten in vollen Zügen … 😉

Ein guter Morgen beginnt für mich mit Ingwer-Wasser und Grünem Smoothie. Mein Kreislauf ist morgens noch auf Stand-Buy, also erst mal bisschen Bewegung und Meditation. Momentan lese ich das Buch „Miracle Morning*“, das inspiriert mich sehr, noch mehr Wunder in meinem Alltag zu kreieren.

Sinn ist ein großes Wort, das für viele Menschen kaum greifbar ist. Was gibt deinem Leben einen Sinn?

Ich mag es, wenn Menschen lachen – sinnloses Glücklichsein macht für mich sehr viel Sinn. Genauso so ist es, wenn ich merke, dass das, was ich tue, etwas bewegt – beginnend bei den Gesichts-Muskeln. Ich mag Menschen und den Austausch, dass was entsteht, wenn wir uns verbinden und gemeinsam einer Sache widmen. Ich liebe es, zu kreieren, Neues zu erschaffen und dabei den Spuren der Liebe zu folgen. Liebe in allen Facetten, immer da wo Liebe fließt fühle ich den großen Sinn und Zweck unseres Hierseins.

Welchen Tipp würdest du einem besten Freund geben, wenn es darum geht sein Leben bewusst und sinnerfüllt zu gestalten?

Für mich hat Bewusstheit damit zu tun, immer mehr herauszufinden, wer ich bin und was ich alles kann, und das dann einzusetzen zum Wohle des Großen Ganzen. Was macht mir am meisten Freude? Ich denke, es gibt keine Anleitung dafür, aber wer diese Sehnsucht nach Erfüllung und Selbstverwirklichung in sich spürt und kultiviert, wird die richtigen Entscheidungen treffen.
Obwohl – wer weiß schon, was richtig ist? Mich haben die scheinbar falschen Entscheidungen oft sehr weit gebracht …

Woran hast du erkannt, dass dir das Leben noch mehr zu bieten hat und wie hast du es geschafft, dieser Erkenntnis zu folgen?

Mh, noch mehr zu bieten? Ich fand schon immer, dass das Leben viel zu bieten hat, hab mich schon als Jugendliche für spirituelle Themen interessiert und versucht, hinter die Fassaden zu schauen. Meinen letztendlichen Impuls, wirklich meinen Weg zu gehen, habe ich dann, wie so viele andere auch, durch eine persönliche Krise bekommen:

Ich war der Liebe wegen schon halb nach Indien ausgewandert und hatte mein Yogastudio einer Freundin übergeben. Aber ich kam nach ein paar Monaten wieder zurück, weil ich feststellen musste, dass mein Verlobter, ein charismatischer Nachwuchs-Guru, die Kundalini-Kraft noch in anderen Verlobten in Deutschland geweckt hatte, ein Kind hatte, von dem ich nichts wusste und so weiter … Ich bin dann Hals über Kopf nach Deutschland zurück. Und dann war ich wieder hier, stand vor dem Nichts und fragte mich: `Und nun?´ Ich habe mir gesagt: ‚Okay, jetzt wo ich eh von Null anfangen muss, kann ich auch das tun, was schon immer mein heimlicher Herzenswunsch war: Mein eigenes Theaterstück.‘

Wer oder was inspiriert dich?

Mich inspirieren die Begegnungen mit anderen Menschen, insbesondere mit Künstlern, die ich mag, die mutig sind und die ihr Ding machen.
Reisen, insbesondere nach Indien, inspirieren mich. Immer wenn ich in Indien bin, öffnet sich eine Welt in mir, zu der ich hier in Deutschland nicht so einfach Zugang bekomme.
Alleine im Wald zu sein finde ich auch ganz wunderbar.
Also maximal inspirierend wäre demnach ein Spaziergang mit Deva Premal (Link zu YouTube) im indischen Ur-Wald …..

Bitte ergänze deine Assoziationen zu den folgenden 5 Begriffen:

Lächeln – ist das schönste Make-Up

Glück – einen ruhigen Geist zu haben und Dankbarkeit für alles, was ist, zu empfinden

Arbeit – ist sichtbar gemachte Liebe (meinen Khalil Gibran und ich)

Bewusstsein – ist Ausdehnung (also jetzt nicht körperlich ;-)), verbunden mit immer tiefer werdendem Verständnis für die eigene Natur und für die verschiedenen Ebenen der Wahrheit („Ich lass mir doch von der Realität nich vorschreiben, was ich wahrnehme!“)

Alltag – die Chance, das Neue im ewig Gleichen zu entdecken, und eine Struktur, die Sicherheit gibt

 

Liebe Silvia, Danke für den kleinen Einblick in deine Gedanken!

 

 

Weitere Interviews aus der Serie 6 Fragen an…

 

 

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