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Meine eigene Schulzeit habe ich nicht in guter Erinnerung. Zum einen gehöre ich zu der Mehrzahl an Menschen, für die das deutsche Schulsystem nicht geeignet ist. Zum anderen wurde in der Grundschule versucht, mir Legasthenie anzudichten – eine Verdachtsdiagnose, von der ich mich erst im Alter von 30 erholt habe. Wenn man sich in der Schule jeden Tag damit auseinandersetzen muss, dass man eigentlich nicht richtig schreiben und lesen kann, ist das ein ziemlicher Kracher, wie mir erst heute bewusst ist.

Hinzu kam, dass meine Mutter Lehrerin war – an „meiner“ Schule. Sie hatte hohe Ansprüche an mich und ich stand gefühlt unter ständiger Beobachtung. Bei den Hausaufgaben hat es regelmäßig gekracht, so dass mir noch nicht mal zu Hause vergönnt war, mich von dem Wahnsinn in der Schule zu erholen. Eine aufreibende Mischung, die ich mir da als Kind und Jugendliche kreiert habe :).

Irgendwie habe ich es bis zum Abitur geschafft (vorher mit der Schule aufzuhören stand nicht zur Debatte). Dass wiederum ist mir nur deshalb gelungen, weil meine Mutter eine angesehene Kollegin war. Einige Lehrer haben meiner Mutter zuliebe viele Augen kräftig zugedrückt ….

Damals war mir klar: Wenn ich irgendwann Kinder habe, in dieses Schulsystem gehen sie nicht.

Jetzt ist meine Tochter mitten drinnen

Meine Tochter ist jetzt 7 Jahre alt. Vor 1,5 Jahren wurde sie in genau dieses Schulsystem eingeschult. In Bonn und Umgebung gibt es zwar andere Schulformen – doch aus unterschiedlichen Gründen ist die städtische Schule bei uns im Veedel zurzeit die einzige Alternative.

Mir war bewusst, dass mir mit der Einschulung alte Themen aus meiner Schulzeit nochmal begegnen können. Doch das, was ich erlebt habe, hat mich erstmal überrollt. Von geschockt und verzweifelt über wütend hin zu ohnmächtig und traurig war die gesamte Gefühlspalette mit dabei. Im Vergleich zu damals, ist die Situation heute tatsächlich noch schlimmer geworden!

Unser Weg durch das Bildungssystem

Dank meiner jahrelangen Entwicklungsarbeit und der fantastischen Begleitung meiner Lehrer konnte ich meine eigenen Themen heilen. Außerdem habe ich mich intensiv mit dem Bildungssystem und dem Thema Lernen beschäftigt. So habe ich einen Weg gefunden, wie ich meine Tochter gut durch die Grundschule bekomme – trotz marodem Bildungssystem. Mittlerweile weiß ich, dass mein Einfluss darauf, wie gut mein Kind in der Schule zurechtkommt, sehr groß ist. Und diesen nutze ich. Außerdem habe ich keine Ansprüche daran, dass mein Kind in diesem System einen guten Abschluss macht. Wenn die Motivation sie packt und sie Freude hat, gern. Wenn nicht, ist das auch OK. Ich weiß, dass sie ihren Weg gehen wird und ich unterstütze sie dabei, den Weg zu wählen, der ihr entspricht.

Trotzdem lies mich das Thema „Bildungssystem“ nicht los. Immer wieder wurde ich wütend über das, was da in der Schule abgeht, regte mich auf und verballerte sinnlos meine kostbare Energie. Um diese Energie konstruktiv zu nutzen, hatte ich zwischenzeitlich die Idee, mich aktiv an der Revolution des Bildungssystems zu beteiligen oder zumindest dafür zu sorgen, dass die Situation an unserer Schule sich verbessert. Doch irgendwie kam ich da nicht weiter.

Ich bin für andere Mütter da

Eines Morgens in der Meditation wurde mir dann bewusst: das System zu revolutionieren ist nicht meine Aufgabe. Meine Aufgabe ist es, andere Mütter mit meinem Erfahrungswissen zu unterstützen. All das, was ich in meinem bisherigen Leben gelernt, erfahren und erkannt habe, kann ich weitergeben und damit Mütter, die an den Mühlen des Bildungssystems verzweifeln, stärken. Gemäß dem Zitat von Raik Garve: „Wir müssen nicht raus aus dem System, das System muss raus aus uns“ gibt es Möglichkeiten uns und unsere Kinder im bestehenden Schulsystem zu stärken.

Was es dafür braucht:

  • Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
  • Zulassen der eigenen Gefühle und Schmerzen
  • Vertrauen in die Potentiale des Kindes
  • Mut, Grenzen zu setzen, Lücken zu nutzen und für den eigenen Weg einzustehen
  • Kreativität und Offenheit für neue Ansätze
  • Raum zum Innehalten, Kraft tanken, Anbinden
  • Idealerweise: Möglichkeiten zum Austausch, Inspiration und Ermutigung

 

Wenn du schulpflichtige Kinder hast und dir einen anderen Umgang mit der Schule wünschst, stehe ich dir und deiner Familie ab sofort als Sparringspartnerin und Coach zur Seite. Gemeinsam finden wir einen Weg, der zu dir und deinem Kind passt.

Meld dich gern, wenn du mehr erfahren möchtest und wir treffen uns auf einen Kaffee – in Zoom oder in meinen Beratungsräumen in Troisdorf (zwischen Köln und Bonn).

In Liebe Deine Daria

 

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