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Wie du vielleicht mitbekommen hast, startet am Sonntag der kostenlose Adventskalender “Endlich Ausgemistet!”, für den du dich hier noch anmelden kannst. 

Alle Teilnehmer haben im Vorfeld die Möglichkeit, sich Themen zu wünschen. Gestern kam eine E-Mail von Heike, die sich Anregungen wünscht, wie sie Ausmisten kann, ohne danach komplett k.o. zu sein. Dazu habe ich schon seit längerem einen Blogartikel auf meinem PC – den veröffentliche ich heute einfach mal :).

Der Artikel richtet sich insbesondere an Menschen, die eine größere Ausmistaktion planen und abends zwar müde, aber wohlig zufrieden aufs Sofa fallen möchten.

 

Ausmisten kostet Kraft…

Auch wenn Ausmisten Glücksgefühle auslösen und der neu gewonnene Platz Energie bringt, kostet das Ausmisten an sich erstmal Kraft. Das lässt sich nicht schön reden. Allein körperlich ist es anstrengend, alles einmal umzukrempeln – und oft auch emotional. Außerdem verfliegt die Zeit – plötzlich sind drei Stunden rum und man hat es nicht gemerkt. Daher ist es wichtig, während des Tages gut auf sich zu achten. Das wird oft unterschätzt – und am Ende fühlt man sich regelrecht erschlagen. 

Im heutigen Artikel teile ich einige Ideen, die von den Teilnehmern des  Workshops “Endlich Ausgemistet!” bereits erprobt wurden. Probiere es einfach mal aus – vielleicht macht dir Ausmisten sogar Freude, wenn du gut für dich sorgst :).

Regelmäßige Pausen

Während des Ausmistens ist es wichtig, regelmäßig Pausen zu machen. Je nachdem, welcher Pausentyp du bist, hältst du das möglicherweise für Quatsch. Mach sie trotzdem. Wenn du Hunger oder Durst hast, aufs Klo musst oder der Rücken anfängt zu meckern, ist ein guter Zeitpunkt dafür.

Gehe deinen Bedürfnissen nach und tue, was auch immer du in dem Moment brauchst. Vielleicht willst du dich einfach nur räkeln und strecken, vielleicht kurz die Füße hochlegen. Gönn dir den Moment – auch, wenn er dir klein erscheint.

Ich stelle mir übrigens oft einen Wecker, um mich an meine Pause zu erinnern. Wenn ich so richtig im Ausmisten abgetaucht bin, merke ich nämlich häufig erst spät, dass ich aufs Klo muss oder Durst habe. 

Das Glas Wasser

Der Körper besteht zu ca. 70% aus Wasser – und braucht allein, weil er schwitzt und atmet, regelmäßig Nachschub. Beim Ausmisten kann man nicht nur ins Schwitzen kommen, bei all dem Staub trocknet die Kehle aus. Auch das Gehirn arbeitet auf Hochtouren. Wasser hilft dir, konzentriert und fokussiert bei der Sache zu bleiben und nicht so schnell zu ermüden. Während des Ausmistens gehen außerdem viele Gedanken, Emotionen und Erinnerungen durch unseren Körper. Emotionen stehen eng mit dem Element Wasser in Verbindung. Wenn du während des Tages viel klares Wasser trinkst, hilft dir das auch diese Ebene zu klären. Probiere einfach mal aus, ob sich dein Wohlbefinden ändert, wenn du jede Stunde großes Glas klares Wasser trinkst.

Essen

Der Körper braucht jedoch nicht nur Energie in Form von Wasser – auch Essen ist an dem Tag wichtig. Dein Körper wird früher oder später Essen einfordern. Damit du dich dann nicht mit irgendwelchem Süßkram über den Tag rettest, machte es Sinn, Essen vorzubereiten – oder zumindest einen Flyer deines Lieferdienstes parat zu haben.

Für Zwischendurch solltest du „Powerfood“ da haben, wie es auf Neudeutsch so schön heißt: Nüsse, Obst, Müsliriegel, Avocados oder gekochte Eier sind eine gute Möglichkeit. Mittags solltest du etwas Warmes essen, wie beispielsweise eine Suppe, thailändisches Curry oder warme Haferflocken mit Obst und Gewürzen.

Geduld

Ich glaube, über dieses Thema könnte ich ein ganzes Buch schreiben. Geduld ist eines der Themen, welches mich mein Leben lang begleitet und vermutlich nie zu meiner Stärke wird.

Dennoch habe ich gelernt, dass es in manchen Momenten des Lebens Sinn macht, sich dem, was ist, geduldig hinzugeben. Das gilt meiner Meinung nach auch, wenn man ausmistet. Möglicherweise möchten verschiedene deiner inneren Anteile mitsprechen. Ein Anteil will, dass dieser Pröll endlich verschwindet. Ein anderer Anteil meint, dass das ein oder andere Erinnerungsstück doch noch wichtig für dich ist.

Du darfst dich beim Ausmisten von all dem trennen, was du nicht mehr haben möchtest. Du musst aber nicht. Sei geduldig mit dir. Wenn du merkst, dass du eine Entscheidung in dem Moment nicht fällen kannst, versuchst du es zu einem anderen Zeitpunkt noch mal. Die Entscheidung, sich nicht zu entscheiden, ist auch eine Entscheidung – auch wenn das im ersten Moment paradox klingt.

Außerdem dauert es oft länger, als man am Anfang vermutet hat. Immer mehr Zeug taucht in den Ecken auf und man wundert sich, wie das alles da reingepasst hat. Vielleicht kennst du das auch von einem deiner Umzüge. Wenn alle Kisten gepackt sind, kann man gar nicht glauben, dass all das in den eigenen vier Wänden verstaut gewesen sein soll. Und dann tauchen immer noch Sachen auf, die man nicht verpackt hat.

Es braucht die Zeit, die es braucht. Und je weniger du künftig neu kaufst, desto schneller bist du beim nächsten Mal fertig.

Feiern

Auch dieser Punkt gehört für mich zur Selbstfürsorge dazu. Selbst, wenn du nicht das geschafft hast, wie vorgenommen, hast du etwas geleistet. Und genau das gilt es, zu feiern. Du kannst einmal durch den Raum gehen, die Schränke öffnen und all den neuen Platz bewundern, den du dir geschaffen hast. Möglicherweise fühlt sich die ein oder andere Stelle ein wenig nackt an. Das ist jetzt nicht wichtig. Nimm einfach war, ohne zu bewerten. Für heute bist du fertig.

Liebe dich selbst, so wie du gerade bist

Während des Ausmistens wirst du möglicherweise mit deinen Unzulänglichkeiten konfrontiert. „Warum hab ich mir all den Kram nur gekauft“ „Warum hab ich nicht gleich nein gesagt“ „Warum schaff ich es nicht, Ordnung zu halten“ „Warum habe nie mit dem Sport angefangen“ „Warum hab ich das nicht schon viel früher gemacht“.

Hier schon mal ein Tipp: Die Frage nach dem Warum bringt einen meist nicht weiter.

Es ist, wie es ist. Du bist, wie du bist. Und du bist gut, so, wie du bist.

Jetzt nimmst du dir die Zeit, all deine Sachen unter die Lupe zu nehmen, neue Entscheidungen zu fällen und die Basis dafür zu schaffen, dass es dir künftig leichter, fällt Ordnung zu halten.

Wann immer du also merkst, dass du dich über dich selbst ärgerst oder meckerst, lächle dir sanft zu.

Es ist, wie es ist. Du bist, wie du bist. Und du bist gut so, wie du bist.

Vielleicht hast du auch den Impuls, mal so richtig ins Kissen zu treten und Ärger oder gar Wut mal ordentlich rauszulassen. Dann mache das.

Selbstliebe ist, sich selbst in dem Moment voll und ganz so anzunehmen, wie man gerade ist. Wenn das bedeutet, Wut zuzulassen, ist das genauso Teil davon, wie wenn du herzlich über dich und deine Eigenheiten lachen kannst.

Du brauchst mehr?

In der Theorie klingt das alles gut, aber in der Praxis schaffst du es nicht, gut für dich zu sorgen? Dann lass uns einen Termin vereinbaren. Gemeinsam schauen wir, was dich daran hindert, beim Ausmisten – und vielleicht auch im Leben generell – gut für dich zu sorgen.

 

Ich wünsche dir viel Freude beim entspannten Ausmisten. Und wenn du noch vor Weihnachten ausmisten möchtest, meld dich zum Adventskalender an – du brauchst ca. 5-15 Minuten an den Tagen, wo du Lust dazu hast: www.katrinlinzbach.de/adventskalender/

Herzliche Grüße,

 

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